Die Geschichte des Studiums

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27 Jan, 2012
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Die Geschichte des Studiums

Das Wort Studium leitet sich vom lateinischen Verb “studere” ab, das “(nach etwas) streben”, sich (um etwas) bemühen” bedeutet. Im Grunde gibt es das Studium so lange, wie es Menschen gibt. Kinder lernen von ihren Eltern oder in einer sozialen Gemeinschaft von demjenigen, der das benötigte Wissen besitzt. Mit der Weiterentwicklung der Menschheit und Zivilisation wurde das Wissen immer umfangreicher. Kulturen und Staaten entstanden und die Notwendigkeit zu lernen und von anderen zu lernen wuchs.




Die Antike

Die Wissenschaften haben ihre Anfänge in der Antike. Sie war die Blütezeit für Kultur, Staatswesen und auch andere Wissenschaften wie der Mathematik. Die Weitergabe des Wissens und die Forschung rückten in den Fokus.

Weiterentwicklung in Griechenland

Ende des 3. Jahrhunderts wurde die Platonische Akademie von dem gleichnamigen griechischen Philosophen in Athen gegründet. Dort fand philosophisch-wissenschaftlicher Unterricht statt. Auf sie geht der neuzeitliche Begriff der Akademie zurück. Es ist umstritten, ob die Lehre in der Akademie formell organisiert war und ob es so etwas wie einen Lehrplan gab. Dagegen spricht, dass Platon gegen eine Dogmatisierung seiner Lehre war. Die Akademie besaß hohes Ansehen und viele Persönlichkeiten wie Aristoteles schlossen sich ihr an.

Die Gegenwart

Der heutige Begriff Universität nimmt seinen Anfang im europäischen Mittelalter. In Bologna wurde 1088 die älteste europäische Universität gegründet. Die Universitäten hatten das Recht zur Selbstverwaltung, waren akademisch frei und konnten ihre Studienpläne und Forschungsvorhaben selbst bestimmen. Und sie durften öffentlich anerkannte akademische Grade verleihen. Mit den Universitäten wurde das Monopol der Kirchen in der Wissensvermittlung aufgelöst. Die Dominanz des Klerus blieb aber noch bis über den Beginn der Neuzeit, der Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert, hinaus bestehen. Mit der Gründung der Berliner Uni 1810, die seit 1949 Humboldt-Universität heißt, wurde international die Einheit von Forschung und Lehre, das Humboldtsche Modell, eingeführt. Es besagt, dass die Lehrenden auch Forschung betreiben sollen, damit ein hoher Standard erhalten bleibt.

Quelle des Fotos: Stefan Gräf – FotoliaSimilar Posts:

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